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Künstlerprofil & Motivation

Nicole Krikor ist bildende Künstlerin und schafft filigrane, charakteristische Schalen sowie abstrakte Gemälde aus vielfältigen Materialien. Seit mehreren Jahrzehnten prägt insbesondere die Arbeit an ihren Schalen ihr künstlerisches Schaffen. Im Zentrum all ihrer Werke steht ein wiederkehrendes, zutiefst menschliches und geistliches Thema: Schönheit durch Zerbruch.

Ihre bekannten, von innen mit Blattgold veredelten Schalen entstehen aus langjähriger Erfahrung und handwerklicher Hingabe. Für Nicole Krikor sind sie Sinnbilder individueller Lebensgeschichten. Zerbruch – das, was zunächst nach Verlust, Bruch oder Verletzlichkeit aussieht – wird in ihren Arbeiten nicht verborgen, sondern bewusst hervorgehoben. Gerade dort, wo Risse entstehen, wird das Gold sichtbar. So tritt eine zuvor verborgene Schönheit hervor, die ohne den Bruch nicht erkennbar gewesen wäre. Ihre Werke laden dazu ein, Zerbrochenes nicht als Ende, sondern als Ausgangspunkt für Verwandlung, Heilung und neues Leben zu betrachten.
 

In ihrem künstlerischen Prozess verbindet Nicole Krikor handwerkliche Präzision mit experimenteller Offenheit: Mischen, Formen, Färben, Schleifen und Vergolden sind zentrale Elemente ihrer Arbeit. Inspiriert von den geschichtsreichen Räumlichkeiten ihres Ateliers im ehemaligen Kloster Altenhohenau in Bayern, arbeitet sie mit ungewöhnlichen Materialien und vielfältigen Techniken. Diese verleihen ihren Skulpturen und Gemälden eine besondere Textur, Tiefe und Lebendigkeit. Durch die bewusste Kombination unterschiedlicher Medien entstehen Werke von großer Ausdruckskraft und stiller Intensität.

Nicole Krikors Kunst entfaltet ihre besondere Wirkung in der persönlichen Begegnung. In ihrem Atelier im Kloster Altenhohenau kann ihre Arbeit in Ruhe erlebt werden – ein Ort, an dem Kunst, Geschichte und Spiritualität aufeinandertreffen.

Ihre Werke eröffnen einen stillen, aber kraftvollen Dialog über Verletzlichkeit, Hoffnung und Erneuerung und erinnern daran, dass gerade im Zerbruch Raum für Neues entsteht.

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